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Der Schwung in den Sattel: Tipps für Mountainbike-Anfänger

Mountainbiken ist ein großartiger Sport, denn wie beim Wandern kannst du auch hier die schönsten Ecken der Natur entdecken, mit dem Vorteil, dass du nicht wieder alles zu Fuß zurückgehen musst.

Außerdem ist Mountainbiken eine ideale Ergänzung zum Snowboarden während der Sommermonate, so sind Teamrider Grilo oder unsere Markenbotschafter Laura und Gabriel von Life in White häufig auf dem Bike anzutreffen.

Auch wenn man sagt aller Anfang ist schwer, kann man sich mit Hilfe dieser Tipps den Start um einiges erleichtern. Aber natürlich kennen wir es selbst nur allzu gut, wenn man das erste Mal eine steile Schotterpiste hinabfährt und am Ende schweißgebadet ist, man die Bremsen zu stark betätigt und die Räder plötzlich blockieren oder einem die Arme durch das verkrampfte Festhalten der Griffe schmerzen. Dennoch macht es einfach unglaublich viel Spaß und vor allem wird man mit der Zeit besser und besser.

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Was sollte man als Anfänger beim Kauf eines Mountainbikes beachten

Am wichtigsten ist, dass das Fahrrad zu dir passt und dabei geht es nicht um die passende Farbe. Vielmehr gibt es heutzutage eine Vielzahl von verschiedenen Bike-Modellen für jeden Nutzungszweck. Dabei unterscheidet man Mountainbikes in folgende Kategorien:

  • Crosscountry
  • Trail
  • All Mountain
  • Enduro
  • Freeride/Downhill

Wie du siehst, ist allein diese Auswahl schon sehr umfangreich, mache dir daher am besten eine Liste, wo du gerne fahren möchtest, worauf du wert legst und was dir am meisten Spaß macht.

Um das richtige Bike zu finden, empfehlen wir dir unbedingt, dich von einem Fachhändler beraten zu lassen. Der gibt dir nicht nur Tipps welches Modell am besten zu dir passt, sondern auch welches Material, Rahmengröße, Sitzposition und vieles mehr.

Eine gute Alternative zum sofortigen Kauf, ist auch erst einmal ein paar verschiedene Bikes zu testen, um ein besseres Gefühl zu bekommen. Wenn du dir ein gebrauchtes Bike kaufen möchtest, frage unbedingt jemanden aus deinem Freundeskreis, der sich gut mit Mountainbikes auskennt, damit du A nicht zu viel bezahlst und B das richtige Bike für dich wählst.

Die richtige Ausrüstung zum Mountainbiken

Damit du das Mountainbiken so richtig genießen kannst, brauchst du nicht nur das passende Rad, sondern auch die richtige Ausrüstung:

  • Helm: Das wichtigste zuerst! Auf einen Helm solltest du auf keinen Fall verzichten, denn dein Kopf ist einer der wichtigsten Körperteile und sollte bestmöglich geschützt werden. Wichtig ist, dass der Helm gut sitzt und auf keinen Fall drückt – probiere daher am besten mehrere Modelle aus, um den perfekten Helm für dich zu finden.
  • Brille: Damit bei der Abfahrt nichts ins Auge geht und du vor UV-Strahlen geschützt bist, solltest du unbedingt eine Brille zum Biken aufsetzten. Hier können außerdem Wechselgläser vom Vorteil sein – dunkle Gläser gegen die Sonne beim Bergauffahren und helle Gläser beim Bergabfahren durch den Wald.
  • Kleidung: Klar kannst du mit deinen herkömmlichen Sportklamotten auch Biken gehen, allerdings hat Kleidung, die speziell fürs Mountainbiken entwickelt wurde durchaus ihre Vorteile. Perfekt ausgestattet für den Frühling und Sommer bist du mit einer Bikeshort, einem Trikot, einer Innenshort mit Sitzpolster und einer dünnen Regenjacke. Für den Winter brauchst du noch ein paar wärmere Lagen, wie beispielsweise einen Fleecepullover und eine lange Radhose.
  • Schuhe: Zuerst einmal musst du dich entscheiden, ob du mit Klickpedalen oder Flatpedalen fahren möchtest. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Am besten du probierst beides aus und entscheidest, welches System für dich und deine Ansprüche geeignet ist. Bei Klickpedalen brauchst du dann die passenden Klickschuhe und bei Flatpedalen stattest du dich am besten mit Mountainbikeschuhen aus (z.B. Fiveten), die dir ausreichend Halt auf den Pedalen geben.
  • Handschuhe: Radhandschuhe sorgen nicht nur für besseren Halt, sie schützen auch deine Handinnenflächen.
  • Rucksack: Ein bequemer Rucksack von rund 20 l reicht meist aus, um Snacks, Kleidung, Erste-Hilfe-Set usw. zu verstauen. Wichtig ist, dass der Rucksack gut sitzt und mittels Brust- und Hüftgurt eingestellt werden kann, damit er beim Biken nicht verrutscht.
  • Protektoren: Gerade Knieprotektoren und Ellbogenprotektoren können bei einem Sturz eine wahre Bereicherung sein und da sie nicht besonders teuer sind, geht man lieber auf Nummer sicher. Wenn du beim Abfahren gerne sehr schnell unterwegs bist oder Sprünge machst, solltest du außerdem einen Rückenprotektor in Erwägung ziehen.
  • Erste-Hilfe-Set: Ein Sturz passiert recht schnell und daher solltest du beim Biken immer ein Erste-Hilfe-Set dabeihaben.
  • Reparatur-Kit: Einmal über einen scharfen Gegenstand gefahren und schon hat man einen Platten. Damit du das auch auf einer Tour schnell beheben kannst und dein Fahrrad nicht nach Hause schieben musst, ist ein Reparatur-Kit unverzichtbar. Das sollte alles mit: Multitool mit den wichtigsten Werkzeugen, Luftpumpe, Ersatzschlauch, Schlauchreparaturset und eventuell ein Schaltzugset sowie ein bis zwei Kettenglieder plus einen neuen Nietstift.

Die richtige Fahrtechnik beachten

Gerade als Anfänger neigt man zu gewissen Fehlern, die einem sehr viel Kraft kosten. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und es benötigt einiges an Übung. Mit den folgenden Tipps lassen sich aber bereits viele Anfängerfehler vermeiden und du wirst sehen, dass es dir von Mal zu Mal leichter fallen wird:

1. Nimm die richtige Körperposition ein

Jegliche Fahrtechnik nützt dir nichts, wenn du bereits eine falsche Grundposition einnimmst. Und so geht’s:

  • Nimm eine waagrechte Pedalstellung ein.
  • Positioniere deine Füße richtig auf den Pedalen, indem du den Fußballen direkt vor die Pedalachse stellst.
  • Halte deine Knie und Arme leicht gebeugt, um Schläge und Unebenheiten abzufedern.
  • Achte darauf, dass dein Körperschwerpunkt über dem Tretlager liegt.
  • Dein Rücken bleibt dabei gerade.
  • Lege deine Zeigefinger and die Bremshebel, um stets bremsbereit zu sein.

2. Halte deinen Blick nach vorne

Einer der wohl häufigsten Fehler, wenn man mit dem Mountainbiken beginnt, ist der, dass man seinen Blick oft nach unten hält, anstatt gerade aus. Voraussicht ist jedoch die halbe Miete beim Mountainbiken. Halte daher deinen Blick immer weit genug nach vorne gerichtet, um so Stürze zu vermeiden.

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3. Raus aus dem Sattel

Auch wenn das zuerst sehr bequem wirkt, ständig im Sattel zu sitzen, kann gerade beim Bergabfahren zu Stürzen führen. Denn wenn du im Sattel sitzt, verzichtest du auf eine deiner wichtigsten Ressourcen: Deine Beine! Sie helfen dir nicht nur dabei Stöße besser abzuwehren, sondern auch dein Gewicht besser zu verlagern. Außerdem bietest du so deinem Fahrrad genügend Raum, um es gerade bei schwierigem Gelände nicht zu blockieren.

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4. Nutze deine Bremsen effizient

Das Bremsen ist gar nicht so einfach und hier benötigt es schon etwas Übung, um das richtige Gefühl für die Bremskraft zu bekommen.

  • Grundposition mit je einem Finger an der Bremse. Die Bremsen sollten so eingestellt sein, dass du sie ideal mit einem Finger betätigen kannst.
  • Nun bedient man gleichzeitig und dosiert beide Bremsen.
  • Zeitgleich verlagert man sein Gewicht nach hinten und unten, damit das Hinterrad nicht an Traktion verliert.
  • Wenn möglich, sollte man darauf achten, dass sich das Gewicht gleichmäßig auf beide Räder verteilt, damit keines der beiden Räder blockiert.
  • Die maximale Verzögerung erreicht man, kurz bevor die Räder zu blockieren beginnen.

Tipp: Stelle deinen Sattel beim Bergabfahren tiefer, um das Gewicht nach hinten zu verlagern und Überschläge zu vermeiden.

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5. Schalte in den richtigen Gang

Viele mögen denken, dass man härter trainiert, wenn man mit einem schwereren Gang fährt, die Wahrheit ist aber, dass man so nur unnötig Kraft verliert. Das Schalten in einen einfacheren Gang erleichtert nicht nur das Beschleunigen, es unterstützt auch beim Umfahren von Kurven und bewahrt dich davor, zu schnell müde zu werden.

6. Übe, übe, übe

Einer der wichtigsten Punkte beim Mountainbiken ist das Üben. Versuch so viel Spaß wie möglich zu haben und setze dich selbst nicht unnötig unter Druck. Du wirst sehen, es wird von Mal zu Mal einfacher und auch aus Fehlern lernt man. Scheue dich daher nicht etwas Neues auszuprobieren, denn nur so kannst du deine Technik laufend anpassen und verbessern.

Begib dich auf neues Terrain

Auch wenn das Verlassen der Komfortzone zuerst schwer erscheint, so lohnt es sich meist ungemein, denn nur so kann man seine Grenzen austesten und seine Fähigkeiten ausbauen. Außerdem lieben wir als Snowboarder die Geschwindigkeit, was dem Mountainbiken gleich noch mehr Attraktivität verleiht.

Einmal Blut geleckt, lässt einen dieser Sport nicht mehr so schnell los!


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